Was man über HPV wissen muss

HPV ist leicht übertragbar

HPV-bedingte Erkrankungen

  • Gebärmutterhalskrebs

    Ist die häufigste HPV-bedingte Krebsform: In der Schweiz haben jedes Jahr rund 5’000 Frauen Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs. Hierzulande erhält durchschnittlich jeden Tag eine Frau die Diagnose Gebärmutterhalskrebs, 80 sterben daran. In Europa belaufen sich die Schätzungen der jährlichen Neuerkrankungen auf über 34‘000.

  • Analkrebs

    In Europa erkranken jährlich ca. 3‘996 Frauen und 2‘390 Männer an Analkrebs, verursacht durch HPV. In der Schweiz sind es mehr als 3 Fälle pro Woche.

  • Peniskrebs

    Geschätzte 932 Fälle von Peniskrebs werden jährlich in Europa von HPV ausgelöst. Die Krebsform tritt überwiegend bei älteren Männern auf und etwa die Hälfte der Fälle wird durch humane Papillomviren ausgelöst.

  • Vaginalkrebs

    Die Anzahl von HPV-verursachtem Krebs an der Vagina wird in Europa auf 1‘544 Fälle geschätzt. Die Vagina, auch Scheide genannt, ist im Inneren des Frauenkörpers und führt zum Muttermund, der Öffnung zum Gebärmutterhals.

  • Vulvakrebs

    In Europa gibt es schätzungsweise 1‘842 Fälle von durch HPV-verursachtem Vulvakrebs. Die Vulva ist der Teil des weiblichen Geschlechts, den du von aussen sehen kannst: Sie beginnt vorn beim Venushügel und endet hinter dem Scheideneingang.

  • Mund- und Rachenkrebs

    Es gibt verschiedene Krebstypen im Hals- und Rachenbereich, die durch HPV ausgelöst werden können. Jährlich erkranken ca. 1‘915 Frauen und 7’144 Männer in Europa an solchen Tumoren.

  • Genitalwarzen (Feigwarzen)

    Feigwarzen treten relativ häufig auf, das heisst schätzungsweise bei mehr als 800‘000 Männern und Frauen in Europa. Die gutartigen Tumore sind zwar ungefährlich für die Gesundheit, können deine Beziehung und deine Sexualität aber ganz schön belasten. Sie wieder loszuwerden kann eine langwierige und manchmal schmerzhafte Prozedur sein.

HPV kurz erklärt

Humane Papillomaviren (HPV) kommen häufig vor, sie betreffen Frauen und Männer. Die Viren sind auf Schleimhäuten im Genitalbereich zu finden. Meistens verschwinden die Viren von selbst wieder. Einige der HPV-Typen können jedoch höchst unerwünschte Genitalwarzen (Feigwarzen) auslösen, andere können Krebs im Genital-, Anal- oder Mundbereich verursachen.

HPV ist hochansteckend und kann schon beim Petting, ohne dass du Geschlechtsverkehr hast, übertragen werden. Daher ist die HPV-Infektion auch die häufigste sexuell übertragbare Infektion in der Schweiz.

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Woran erkennt man eine HPV Infektion?

ZU BEGINN OFT KEINE KRANKHEITSZEICHEN
Eine Infektion mit HPV bleibt anfangs häufig unbemerkt, da sie zunächst oft beschwerdefrei verläuft.

GENITALWARZEN
Die häufigste Erkrankung nach einer Infektion mit HPV sind Genitalwarzen. Sie können Juckreiz und Blutungen verursachen, die durch die leichte Verletzbarkeit der Warzen bedingt sind.

KREBSVORSTUFEN HÄUFIG OHNE SYMPTOME
Auch die durch HPV hervorgerufenen Krebsvorstufen sind meist symptomlos und werden oftmals erst durch Vorsorgeuntersuchungen entdeckt.

Du denkst, dich hat’s erwischt?

Sich mit HPV oder einer anderen sexuell übertragbaren Infektion anzustecken passiert relativ häufig und ist nichts, wofür du dich schämen solltest. Wenn du unsicher bist, Fragen hast oder bei dir Symptome feststellst (zum Beispiel Jucken oder Brennen im Intimbereich), ist es jedoch wichtig, dass du reagierst. Suche eine Beratungsstelle oder einen Arzt auf und lass dich gegebenenfalls behandeln. Keine falsche Scheu – du fragst bestimmt nicht als Erste oder Erster um Rat!

Möchtest du mehr über sexuell übertragbare Infektionen wissen? Hier findest du weitere Informationen.

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Neugierig? Du kannst dich vor einer HPV-Ansteckung schützen.

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